Pred 5,17 Siehe, was ich für gut und für schön ansehe, ist das, dass einer esse und trinke und Gutes genieße bei all seiner Arbeit, womit er sich abmüht unter der Sonne alle Tage seines Lebens, die Gott ihm gibt; denn das ist sein Teil.
Lk 10,42  … Maria aber hat das gute Teil erwählt; das soll nicht von ihr genommen werden!
Was ist damit gemeint?
Erstens soll der Mensch auch das Gute genießen, wenn er schon den ganzen Tag arbeitet. Das erinnert mich an meine Jugend und Bauernarbeit. Wir haben es so sehr genossen, wenn Feierabend war. Es hieß zurecht „Feier“ Abend, weil es wie eine kleine Feier war, die harte Arbeit abzulegen und dann Brotzeit zu machen, miteinander plaudern und lachen. Dazu saß man auch öfter auf der Hofbank an den Sommerabenden, bis dann das Fernsehn kam. Ab 20 Uhr sah man fast niemanden mehr draußen und die Kommunikation wurde weniger.
Den guten Teil zu erwählen, wie Maria es tat bei Jesus, wurde durch ganz andere Dinge ersetzt. Die Anteilnahme galt den Nachrichten und Krimis. Der Vietnamkrieg mit seinen schrecklichen Bildern drang in jedes Wohnzimmer und schnell waren wir immun gegen das Schicksal der andern. Familienserien, wo Gemeinheiten und Geldgier, gang und gäbe waren, veränderten langsam die Gesinnung unserer bisher christlichen Denke und Gesellschaft.
Die Zurückbesinnung auf Christus ist heute wichtiger denn je. Wir gehen sonst verloren. Das Geld wird uns nicht retten. Die Armut erst recht nicht. Aber der HERR kann uns zu Menschen machen, die wieder füreinander da sind. Wo der eine dem andern gibt, was er braucht. So wäre es gut. Möge der HERR es wenigstens unter uns Christen schenken, dass wir gebende Menschen sind und keiner Nehmer, die nur an sich selbst denken.
HERR Du kennst bereits unseren Ausgang und ich bitte dich um Gnade und vor allem Liebe untereinander. Segne unseren Tag und lass uns zum Guten hin leben und streben. Amen