Dienst mit Freuden tun

„Wie gut, dass du gekommen bist“, sagt die alte Dame immer, wenn ich sie besuche. Es ist ein Dienst, den Gott mir wohl von klein an leicht machte, denn auch schon da, war ich gerne bei alten Leuten.

Meine Großmutter starb kurz nach meinem 4. Geburtstag. Ich weiß noch genau, dass sie sich zu mir quälte, denn ich war krank zu Bett und konnte sie kommen sehen, denn sie wohnte etwas erhöht im Nachbarhäuschen, das man früher Austragshaus nannte. Sie brachte mir eine Tafel Schokolade und tat mir sehr leid, als sie beim Nachhausegehen, kaum die Türklinke herunter drücken konnte. Ich weinte deswegen und spürte wohl, dass das ihr letzter Besuch war.

So schenkt Gott mir heute diese damals erlebte Nähe und das Mitgefühl für alte Menschen, die schwach geworden sind und an der Grenze stehen, welche für viele die Ewigkeit bei Gott sein wird. Ich hoffe, dass Oma damals auch heimgegangen ist, zum Vater. Das Beten lehrte mich die nächste Großmutter, die mir noch nicht so vertraut war. Sie lebte noch ein Häuschen weiter und mit ihr habe ich viel erlebt.

Gebet

Herr ich danke dir, dass du mich in den schweren Zeiten meiner Kindheit vor dem Schlimmsten bewahrt hast und du mir so gute Großeltern gegeben hast. Danke, dass du mich heute so gebrauchen kannst für diesen Dienst, denn ich liebe es, Deine Liebe weiterzugeben, wie es auch damals die Großeltern und mein Vater taten. Segne unseren Sonntag und bewahre uns  vor dem Bösen. Amen